Lose, unregelmäßige Gedanken und Erlebnisse aus meinem Auslandspraktikum in Stockholm

Donnerstag, 7. August 2008

Besuch!

Heute 'mal ein Highlight: zwei gute Freunde aus Deutschland gehen mit einem Kreuzfahrtschiff in Stockholm vor Anker und wir haben uns schon vor Wochen zu einem Treffen verabredet.

Das wir überhaupt zeitgleich in Stockholm sind, ist absoluter Zufall - der Freund, den ich schon seit der 5. Klasse kenne, ist Künstler [Link] und für das Unterhaltungsprogramm auf dem Schiff gebucht. Völlig untypischerweise bleibt das Schiff auch über Nacht am Hafen vor Anker, so daß wir in unserer Abendplanung in keinster Weise beschränkt werden.

Per SMS präzisieren wir Zeit und Ort und so haue ich um kurz vor 16 Uhr aus dem Büro ab und treffe mich mit dem beiden am Rijksdag. Nachdem die beiden mit einiger Verspätung den Treffpunkt gefunden haben (war wohl etwas schwieriger, weil sie keinen Bock auf den kostenpflichtigen Shuttle der Kreuzfahrt hatten), gehen wir erstmal einen besseren Stadtplan organisieren, danach wieder 'mal ins Berns Bistro, wo wir so gegen 17:30 schon mit dem Verzehr alkoholischer Getränke beginnen. Nach zwei Bier auf halbwegs nüchternen Magen habe ich schon ordentlich einen im Tee (man ist halt nix mehr gewohnt bei den Preisen hier…). Wir beschließen, noch ein wenig Gamla Stan gucken zu gehen. Vorher möchte ich aber zumindest was anderes anziehen und da die Wohnung vom Berns aus in 3 Minuten zu Fuß zu erreichen ist, gehen wir gemeinsam dahin, klettern 5 Stockwerke hoch, ich ziehe mich um und wir gehen alle noch mal zum Klo. (Und jetzt holt sich jeder noch mal ein Eis und dann reiten wir los…)

Dann einige Zeit durch Gamla Stan gelaufen, viele wunderschöne Häuser und zigtausend andere Touris gesehen und dann in der "The Temple Bar" gelandet – also draußen vor der Bar, nicht drin. Nachdem erst gar keine Bedienung in Sichtweite ist, und danach diejenigen, die in Sichtweite gelangen, keine Veranlassung sehen, uns zu bedienen, kommt dann irgendwann später doch noch wer. Nachdem er uns einmal als zahlende Gäste akzeptiert hat, ist er aber sehr schnell, aufmerksam und freundlich.

Die Preise hier sind sehr moderat für ein "Restaurang" mitten im Tourigebiet (Burger mit Fritten und Salat, alles in allem eine sehr reichhaltige Mahlzeit kostet etwa 11 EUR, ähnlich viel die Kjöttbullar). Bier ist natürlich – wie überall - relativ teuer, aber insgesamt zahlen wir für Essen und drei Bier pro Nase auch nur knapp 25 EUR, das kostet in Deutschland teilweise eher mehr, gerade in Tourigebieten.

Irgendwie sind wir dann alle ganz schön müde von der vielen Lauferei und wir beschließen schweren Herzens, den Abend schon gegen 22:30 zu beenden. Wir trennen uns noch in Gamla Stan da die beiden mit der Tunnelbanen zum Karlaplan müssen und ich nach dem späten und reichlichen Abendessen den Heimweg zu Fuß vorziehe.

Mittwoch, 6. August 2008

So langsam geht's aber los hier...

Es geht direkt – wie erwartet - richtig stressig los. Reichlich Leute sind aus dem Urlaub zurück und alles, was im Urlaub an aufgetretenen Problemen unwichtig war, ist jetzt wieder wichtig und schreit nach Lösung. Zum Glück kommt der – neue - Kollege recht bald und kann mich nach Kräften unterstützen. Trotzdem ganz schön ins Schwitzen gekommen.

Die restliche Woche verläuft wie im Flug – jeden Tag eine (oder auch mehrere) neue Herausforderung(en).

Sonntag, 3. August 2008

Wasser, Wasser, Wasser!

Der Samstag beginnt mit Regen, setzt sich fort mit Regen und endet mit Regen. Unterbrochen wird das Ganze von gelegentlichen Schauern

Irgendwann zwischendurch gehe ich einmal kurz zum Supermarkt, mir was für's Abendessen einkaufen, aber das war's auch schon an Außenaktivitäten. Den Rest des Tages verbringe ich mit Lesen, Fernsehen und Internetsurfen. Dabei stoße ich zufällig auf das Blog von Reik und Nadine [Link], die direkt den großen Schritt gemacht haben und nach Schweden ausgewandert sind. Sehr interessant zu lesen.

Sonntag ist das Wetter deutlich besser (es regnet nur gelegentlich…;)) und ich gehe ein paar Runden spazieren. Außerdem zur Stockholms Lokaltrafik (SL) Centralstation, mir ein Monatsticket kaufen. Leider hatte ich mich verlesen, als ich in Deutschland nach den Ticketpreisen geschaut hatte, und das, was ich für das Studententicket gehalten habe, war die Schülerkarte. Da die wirkliche Studentenkarte fast doppelt so teuer ist, lohnt es sich ganz knapp nicht, für 3 Monate eine (6 Monate gültige) studentkort zu holen, 3 Tickets a 30 Tage sind knapp billiger.

Im SL Center großes Chaos, Nummer ziehen und feststellen, dass es trotz dreier besetzter Schalter nicht wirklich schnell vorangeht (nach 10 min bin ich in der Warteschlange von Position 20 auf Position 15 vorgerückt)…das muß doch auch irgendwie anders gehen. Wieso haben die hier eigentlich (außer für Einzelfahrten) eigentlich keine Fahrkartenautomaten?