Sehr früh im Büro, noch ein paar organisatorische Sachen erledigt und dann…warten – wo sind die denn alle, die uns gestern die Tür eingerannt haben?
Alles in allem einer der langweiligsten Tage ever. Ich komme sogar dazu, den ausgemisteten Elektroschrott zu untersuchen und neu zu sortieren. Finde sogar noch ein paar brauchbare Sachen, die ich wieder ins Lager einsortiere. Dann früh (17:05) abgehauen und ein bisschen durch die Gegend (Gamla Stan usw.) gelaufen.
Was mir im Laufe der Woche aufgefallen ist:
- alle Leute sehr entspannt und freundlich (gut, ist auch noch komplett Urlaubszeit)
- Stockholm ist nicht so teuer wie gedacht, einzig Alkohol ist genauso teuer wie erwartet.
- es scheint in Schweden keine Lärmemissionsverordnung für Auspuffanlagen zu geben. Ich habe hier Motorräder und Autos gehört (und auch gesehen, aber zuerst gehört…), mit denen man in Deutschland keine 10km weit kommen würde, bevor die von der grünweißen Rennleitung stillgelegt würden.
- auch wundere ich mich etwas über die Lage von Straßencafes – da, wo Fußgängerzone ist, stehen meist nur eine Handvoll Tische und Stühle draußen, und direkt an irgendwelchen verkehrsreichen Hauptstraßen gibt es dann große Außenbereiche, wo man aber wegen der weiter oben erwähnten KFZ gelegentlich sein eigenes Wort nicht versteht.
- die Schweden sind große Fans vom "Wartenummern ziehen"-System. Selbst in normalen Geschäften (bspw. im "The Phone House") hängt so ein Automat. Finde ich grundsätzlich positiv, so drängelt sich keiner vor.
Lose, unregelmäßige Gedanken und Erlebnisse aus meinem Auslandspraktikum in Stockholm
Freitag, 1. August 2008
Donnerstag, 31. Juli 2008
Donnerstage sind doof
Letzter Tag, den mein Kollege vor Ort ist – alles, was heute nicht gelöst wird, wird morgen umso schwerer - ein bißchen komisch ist mir schon zumute, aber notfalls gibt's ja Telefon.
Gleichzeitig ist heute auch der erste Tag, der richtig stressig ist. Der Kollege muß sogar seinen eigentlich für 17 Uhr gebuchten Flug umbuchen und fliegt jetzt erst um 20 Uhr. Sogar mit dem späten Flieger wird es noch knapp, weil wir wirklich reichlich zu tun haben. Kurz nachdem er eigentlich schon weg ist, kommt er noch mal ins Büro gerannt und sammelt sein Mobiltelefon ein, 4 Minuten bevor der Arlanda Express fährt…ich selbst bleibe in vermeintlich weiser Voraussicht bis fast 21 Uhr im Büro, um alle möglichen Arbeiten schon im vorhinein zu erledigen, so dass ich am morgigen Freitag nicht direkt mit Hektik in den Tag starten muß. Abends dann zum ersten Mal nur Brote…besser so.
Gleichzeitig ist heute auch der erste Tag, der richtig stressig ist. Der Kollege muß sogar seinen eigentlich für 17 Uhr gebuchten Flug umbuchen und fliegt jetzt erst um 20 Uhr. Sogar mit dem späten Flieger wird es noch knapp, weil wir wirklich reichlich zu tun haben. Kurz nachdem er eigentlich schon weg ist, kommt er noch mal ins Büro gerannt und sammelt sein Mobiltelefon ein, 4 Minuten bevor der Arlanda Express fährt…ich selbst bleibe in vermeintlich weiser Voraussicht bis fast 21 Uhr im Büro, um alle möglichen Arbeiten schon im vorhinein zu erledigen, so dass ich am morgigen Freitag nicht direkt mit Hektik in den Tag starten muß. Abends dann zum ersten Mal nur Brote…besser so.
Mittwoch, 30. Juli 2008
Nummer 3
Wie an den vorherigen Tagen ist es im Büro eher ruhig, es geht mehr darum, jetzt schon mal zu verstehen, wie die Prozesse ablaufen sollten, wenn etwas zu tun wäre. Aber das ist halt leichter gedacht als gemacht. Gerade die nächste Woche ist da m. E. eher kritisch, weil keiner der Stockholmer IT Kollegen da sein wird, aber schon einige Leute aus dem Urlaub zurückkehren werden. Trotzdem wird mir recht schnell klar, dass ich mich definitiv nicht auf alle oder auch nur die meisten Eventualitäten vorbereiten kann, und es also aufs Improvisieren ankommt. Aber das kann ich ja ganz gut. ;)
Abends nach dem Büro noch zu einem kleinen Restaurant, wo wir uns beide Couscous bestellen – soviel zu meinem Plan, von den zwei warmen Mahlzeiten täglich wegzukommen…
Abends nach dem Büro noch zu einem kleinen Restaurant, wo wir uns beide Couscous bestellen – soviel zu meinem Plan, von den zwei warmen Mahlzeiten täglich wegzukommen…
Dienstag, 29. Juli 2008
Der 2. Tag
Morgens (boah, wird das früh hell hier) erwache ich mit deutlichen Anzeichen meiner Hausstaub/milbenallergie. Also erstmal alles Bettzeug mit Milbensppray behandeln. Der Matrazenschoner stellt sich als bei 60 Grad waschbar heraus, also ab damit in die Waschmaschine. Leider kein Waschmittel vorhanden. Naja, muß später am Tag eh noch einkaufen...
Im Büro passiert nix sonderlich Erwähnenswertes. Am restlichen Tag auch nicht, wenn man von meinem Besuch bei LIDL absieht, wo ich mich mit den nötigsten Lebensmitteln versehe (Waschmittel vergesse ich natürlich, da ich mir keinen Einkaufszettel geschrieben habe). Abends dann mit dem einen noch verbliebenen Kollegen ins Berns Bistro (http://www.berns.se/extra/pod/?module_instance=4), wo wir bei angenehmen Temperaturen und einem Glas Wein den Abend ausklingen lassen und ich ein superleckeres Omlett mit Schinken und Käse esse. Beides war sogar halbwegs günstig (also für Stockholmer Verhältnisse, das Omlett bei ca. 10 EUR, der halbe Liter Wein, den wir uns teilen, lag bei etwa 15 EUR.
Dann nix wie ins Bett und heute 'mal die Vorhänge zu, damit ich nicht wieder um 05:30 Uhr wach werde...
Im Büro passiert nix sonderlich Erwähnenswertes. Am restlichen Tag auch nicht, wenn man von meinem Besuch bei LIDL absieht, wo ich mich mit den nötigsten Lebensmitteln versehe (Waschmittel vergesse ich natürlich, da ich mir keinen Einkaufszettel geschrieben habe). Abends dann mit dem einen noch verbliebenen Kollegen ins Berns Bistro (http://www.berns.se/extra/pod/?module_instance=4), wo wir bei angenehmen Temperaturen und einem Glas Wein den Abend ausklingen lassen und ich ein superleckeres Omlett mit Schinken und Käse esse. Beides war sogar halbwegs günstig (also für Stockholmer Verhältnisse, das Omlett bei ca. 10 EUR, der halbe Liter Wein, den wir uns teilen, lag bei etwa 15 EUR.
Dann nix wie ins Bett und heute 'mal die Vorhänge zu, damit ich nicht wieder um 05:30 Uhr wach werde...
Montag, 28. Juli 2008
28.07. - Mein erster Tag in Stockholm
Abflug 06:50 ab DUS, passenderweise war ab 0 Uhr der Lufthansastreik angekündigt, aber natürlich wußte am Sonntag noch keiner, wie es wird, also Wecker lieber etwas früher gestellt. Wegen der schwülwarmen Nacht gar nicht richtig geschlafen und natürlich deutlich vor dem Wecker wach geworden. Viel zu früh am Flughafen gewesen (05:25), das aufzugebende Gepäck hatte ich wohlweislich schon am Abend zuvor vorbeigebracht, waren nämlich doch 3 Kilo zuviel drin und dann morgens in so einer hektischen Streikatmosphäre noch an einem weiteren Schalter anstellen um 30 EUR für Übergepäck nachzuzahlen, das hätte ich nicht unbedingt gebraucht.
Der Flug geht dann natürlich (wenn man vorher schon soviel rumhampelt und sich "was wäre wenn" Gedanken macht) absolut planmäßig und ebenso logischerweise funktioniert das Einloggen im Hotspot am Flughafen nicht, wo ich mir die Wartezeit mit ein bißchen Surfen vertreiben wollte. Kriege einfach keine IP vom DHCP...:(
Naja, kann man nix machen. An Bord soweit alles super, die nette Dame vom Check-In gestern abend hat mir tatsächlich den Platz am Notausgang gegeben - Beinfreiheit bis zum Gehtnichtmehr. Kurz nachdem wirklich alle sitzen und man sich so langsam fragt, warum's nicht losgeht, kommt ein Typ mit gelber Warnweste und Werkzeugkoffer den Gang langgetapert und verschwindet für 5 Minuten hinten im Flieger. Nachdem er wieder weg ist, geht's dann auch los. Für Leute mit Flugangst sicherlich eine interessante Erfahrung...
Flug mitsamt Landung verläuft problemlos, als ich am Gepäckband ankomme, kommt gerade mein Trolley vorbei, schnapp, ab zum Automaten und ein Ticket für den Arlanda Express gezogen, der auch 7 Minuten später kommt und mich in 20 min bis in die Stockholmer Innenstadt befördert. So schnell war ich noch nie von irgendeinem Flughafen im Stadtzentrum. (Ok, in Tempelhof mag das gehen, aber sonst...)
Der Clou an der Geschichte ist, daß in dem Gebäude, wo der Arlanda Express hält, auch direkt unser Büro ist. Laut Aussage meines Kollegen hier ist es aber außenrum ums Gebäude beim ersten Mal einfacher zu finden, und so war's dann auch. Gegen 10:20 stehe ich also im Büro, und werde von meinem Stockholmer Kollegen am Empfang abgeholt. Der restliche Arbeitstag verläuft recht ruhig (ist ja noch Urlaubszeit hier in Schweden, es arbeitet kaum jemand und auf den Straßen sieht man fast nur Touris). Ist aber für die Einarbeitung nicht schlecht, so kann ich mich in Ruhe in die Dokus einlesen, die meine Kollegen bis jetzt verfasst haben.
Nach dem Büro geht's dann zuerst einmal zu meiner Wohnung. Kollegin fragt, ob sie mitkommen soll, aber das finde ich auch alleine, denke ich mir, zumal ich dank meiner insgesamt (inkl. Duty-Free-Krempel) knapp 40 kg Gepäck sowieso mit dem Taxi fahre. Die Taxifahrerin spricht englisch (wie ich übrigens auch danach noch die ganze Woche über mit keinem Menschen zu tun hatte, der kein Englisch spricht), ist sehr nett und setzt mich mitten vor der Haustür ab. Rein und - Verwirrung! Das ganze Haus wird renoviert, ist komplett eingerüstet und auch von innen zum Schutz mit Bauholzplatten verkleidet. Im Treppenhaus dann noch mehr Verwirrung: die Kollegin sprach vom 5. Stock ohne Aufzug, aber hier ist doch einer? Trotzdem 'mal hochgefahren (vielleicht meinte sie ja auch nur, der sei kaputt, und bei dem uralten Ding - so einer, wie man den aus alten Hitchcockfilmen kennt mit zwei Gittertüren - kann ich mir schon lebhaft vorstellen, daß der häufiger streikt). Oben angekommen paßt der Schlüssel nicht (und auch das, was man von der Wohnung aus dem Fenster im Treppenhaus sehen kann, passt nicht zu den Fotos, die ich schon gesehen habe).
Hm, kein Telefon dabei (meine SIM liegt zuhause), auch sonst niemand da, den man fragen könnte. Testweise - aber mit wenig Hoffnung - auch noch im 4. Stock probiert, aber auch da passt nix.
Also wieder runter. Hinten aus dem Hinterausgang raus, schräg über den Hof und in das nächste Treppenhaus rein. Aha, hier gibt es keinen Aufzug, also wird das wohl richtig sein. Kurz überlegt, ob ich den schweren Koffer erstmal unten lasse und 'mal kurz oben schaue, ob's wirklich richtig ist, aber da sind auch wertvolle Sachen drin und das ist mir unsympatisch. Nach viel Geschnaufe stehe ich am oberen Ende der Treppe an einer Tür ohne Namensschild und auch dort passt keiner meiner Schlüssel. So langsam bin ich echt am ver2feln - da höre ich von irgendwo unten Geklapper. Lasse den Koffer da oben stehen und wetze die Treppe herunter, wo ich eine ziemlich überraschte Frau treffe mit einem Wäschekorb in der Hand. Auch sie spricht glücklicherweise englisch, weiß aber von nichts. Aber sie ruft 'mal ihren Mann an. Ihr Mann weiß auch nix, ruft aber 'mal den Vermieter an. Kurze Zeit später ruft der Mann zurück mit der Nachricht, daß der Vermieter nicht zu erreichen ist - Murphy's Law gilt also auch im Land der Elche. Irgendwann stellt sich raus, daß ich grundsätzlich da oben wohl doch grundsätzlich irgendwie schon richtig war. Aber warum passt der Schlüssel dann nicht? Ich düse nochmal 5 Etagen (und zwar Altbauetagen!) rauf bis zu der Tür am Treppenende und - nein, der Schlüssel passt nicht, der geht gar nicht erst ins Schloss. Ermutigt durch die Versicherung, daß es aber wohl schon hier sein muß, drücke ich die Klinke - und die Tür geht auf! Dahinter dann nochmal 10 Stufen und dann bin ich an meiner Wohnungstür, wo der Schlüssel dann auch passt...da soll einer drauf kommen...aufgrund dieser zeitraubenden Aktion verbleiben mir bis zum Treffen mit meinen Arbeitskollegen nunmehr nur noch 30 Minuten für Kofferauspacken, Duschen, Anziehen und 10min Fußweg bis zum Treffpunkt - also alles hopphopphopp. Der Abend endet bei einem Italiener, der eher in die Rubrik "Touristenfalle" fällt. Alles nicht ganz schlecht, aber eben auch nicht so richtig gut. "Zuhause" dann noch ein wenig Kofferauspacken und Sachen einsortieren, bis ich so gegen 01:00 Uhr - nach knapp 3 Stunden Schlaf in der Nacht zuvor - beschließe, das es jetzt doch 'mal Zeit fürs Matratzenhorchen ist.
Der Flug geht dann natürlich (wenn man vorher schon soviel rumhampelt und sich "was wäre wenn" Gedanken macht) absolut planmäßig und ebenso logischerweise funktioniert das Einloggen im Hotspot am Flughafen nicht, wo ich mir die Wartezeit mit ein bißchen Surfen vertreiben wollte. Kriege einfach keine IP vom DHCP...:(
Naja, kann man nix machen. An Bord soweit alles super, die nette Dame vom Check-In gestern abend hat mir tatsächlich den Platz am Notausgang gegeben - Beinfreiheit bis zum Gehtnichtmehr. Kurz nachdem wirklich alle sitzen und man sich so langsam fragt, warum's nicht losgeht, kommt ein Typ mit gelber Warnweste und Werkzeugkoffer den Gang langgetapert und verschwindet für 5 Minuten hinten im Flieger. Nachdem er wieder weg ist, geht's dann auch los. Für Leute mit Flugangst sicherlich eine interessante Erfahrung...
Flug mitsamt Landung verläuft problemlos, als ich am Gepäckband ankomme, kommt gerade mein Trolley vorbei, schnapp, ab zum Automaten und ein Ticket für den Arlanda Express gezogen, der auch 7 Minuten später kommt und mich in 20 min bis in die Stockholmer Innenstadt befördert. So schnell war ich noch nie von irgendeinem Flughafen im Stadtzentrum. (Ok, in Tempelhof mag das gehen, aber sonst...)
Der Clou an der Geschichte ist, daß in dem Gebäude, wo der Arlanda Express hält, auch direkt unser Büro ist. Laut Aussage meines Kollegen hier ist es aber außenrum ums Gebäude beim ersten Mal einfacher zu finden, und so war's dann auch. Gegen 10:20 stehe ich also im Büro, und werde von meinem Stockholmer Kollegen am Empfang abgeholt. Der restliche Arbeitstag verläuft recht ruhig (ist ja noch Urlaubszeit hier in Schweden, es arbeitet kaum jemand und auf den Straßen sieht man fast nur Touris). Ist aber für die Einarbeitung nicht schlecht, so kann ich mich in Ruhe in die Dokus einlesen, die meine Kollegen bis jetzt verfasst haben.
Nach dem Büro geht's dann zuerst einmal zu meiner Wohnung. Kollegin fragt, ob sie mitkommen soll, aber das finde ich auch alleine, denke ich mir, zumal ich dank meiner insgesamt (inkl. Duty-Free-Krempel) knapp 40 kg Gepäck sowieso mit dem Taxi fahre. Die Taxifahrerin spricht englisch (wie ich übrigens auch danach noch die ganze Woche über mit keinem Menschen zu tun hatte, der kein Englisch spricht), ist sehr nett und setzt mich mitten vor der Haustür ab. Rein und - Verwirrung! Das ganze Haus wird renoviert, ist komplett eingerüstet und auch von innen zum Schutz mit Bauholzplatten verkleidet. Im Treppenhaus dann noch mehr Verwirrung: die Kollegin sprach vom 5. Stock ohne Aufzug, aber hier ist doch einer? Trotzdem 'mal hochgefahren (vielleicht meinte sie ja auch nur, der sei kaputt, und bei dem uralten Ding - so einer, wie man den aus alten Hitchcockfilmen kennt mit zwei Gittertüren - kann ich mir schon lebhaft vorstellen, daß der häufiger streikt). Oben angekommen paßt der Schlüssel nicht (und auch das, was man von der Wohnung aus dem Fenster im Treppenhaus sehen kann, passt nicht zu den Fotos, die ich schon gesehen habe).
Hm, kein Telefon dabei (meine SIM liegt zuhause), auch sonst niemand da, den man fragen könnte. Testweise - aber mit wenig Hoffnung - auch noch im 4. Stock probiert, aber auch da passt nix.
Also wieder runter. Hinten aus dem Hinterausgang raus, schräg über den Hof und in das nächste Treppenhaus rein. Aha, hier gibt es keinen Aufzug, also wird das wohl richtig sein. Kurz überlegt, ob ich den schweren Koffer erstmal unten lasse und 'mal kurz oben schaue, ob's wirklich richtig ist, aber da sind auch wertvolle Sachen drin und das ist mir unsympatisch. Nach viel Geschnaufe stehe ich am oberen Ende der Treppe an einer Tür ohne Namensschild und auch dort passt keiner meiner Schlüssel. So langsam bin ich echt am ver2feln - da höre ich von irgendwo unten Geklapper. Lasse den Koffer da oben stehen und wetze die Treppe herunter, wo ich eine ziemlich überraschte Frau treffe mit einem Wäschekorb in der Hand. Auch sie spricht glücklicherweise englisch, weiß aber von nichts. Aber sie ruft 'mal ihren Mann an. Ihr Mann weiß auch nix, ruft aber 'mal den Vermieter an. Kurze Zeit später ruft der Mann zurück mit der Nachricht, daß der Vermieter nicht zu erreichen ist - Murphy's Law gilt also auch im Land der Elche. Irgendwann stellt sich raus, daß ich grundsätzlich da oben wohl doch grundsätzlich irgendwie schon richtig war. Aber warum passt der Schlüssel dann nicht? Ich düse nochmal 5 Etagen (und zwar Altbauetagen!) rauf bis zu der Tür am Treppenende und - nein, der Schlüssel passt nicht, der geht gar nicht erst ins Schloss. Ermutigt durch die Versicherung, daß es aber wohl schon hier sein muß, drücke ich die Klinke - und die Tür geht auf! Dahinter dann nochmal 10 Stufen und dann bin ich an meiner Wohnungstür, wo der Schlüssel dann auch passt...da soll einer drauf kommen...aufgrund dieser zeitraubenden Aktion verbleiben mir bis zum Treffen mit meinen Arbeitskollegen nunmehr nur noch 30 Minuten für Kofferauspacken, Duschen, Anziehen und 10min Fußweg bis zum Treffpunkt - also alles hopphopphopp. Der Abend endet bei einem Italiener, der eher in die Rubrik "Touristenfalle" fällt. Alles nicht ganz schlecht, aber eben auch nicht so richtig gut. "Zuhause" dann noch ein wenig Kofferauspacken und Sachen einsortieren, bis ich so gegen 01:00 Uhr - nach knapp 3 Stunden Schlaf in der Nacht zuvor - beschließe, das es jetzt doch 'mal Zeit fürs Matratzenhorchen ist.
Abonnieren
Posts (Atom)